Warum vegan?

Es gibt viele Gründe, die für einen veganen Lebensstil sprechen. Wir wollen hier zwei Hauptgründe vorstellen, aus denen Menschen sich dafür entscheiden, keine tierischen Produkte zu konsumieren.

  1. Tierrechte

Laut der Albert-Schweitzer-Stiftung wurden 2017 fast 750 Millionen Tiere in Massentierhaltung gehalten (exklusive Fische und Krebstiere). Dass die Lebensbedingungen für Tiere in Massenbetrieben meist grausam sind, ist inzwischen kein Geheimnis mehr: dort sind Tausende Tiere auf engstem Raum gedrängt, es gibt kaum Tageslicht oder frische Luft, und Krankheiten verbreiten sich schnell. Dem einzelnen Tier kann kaum Aufmerksamkeit geschenkt werden, weshalb beispielsweise Verletzungen selten behandelt werden. Von artgerechter Haltung kann man also bei Massenbetrieben wohl kaum sprechen, was auch ein Grund dafür ist, dass Die Grünen ein Ende der Massentierhaltung fordern. Für Tiere, die in Bio-Landwirtschaft leben, sehen die Bedingungen schon besser aus. Aber auch ihr Leben wird später im Schlachthof beendet. Was gibt Menschen das Recht, über das Leben und Sterben der Tiere zu entscheiden? Und warum töten wir Schweine, aber würden niemals Hunde töten? Wer über solche Fragen nachdenkt, entscheidet sich möglicherweise für eine vegetarische Ernährung. Doch wer weiterhin Milchprodukte und Eier konsumiert, unterstützt unter Anderem das Töten von männlichen Küken (die keine Eier legen können und daher keinen Profit machen), die Trennung von Kälbern und Mütterkühen nach der Geburt (weil die Milch der Mutterkuh an den Menschen gehen soll und nicht an das Kalb). Immer mehr Menschen entscheiden sich also heutzutage für den kompletten Verzicht auf Tierprodukte und für einen veganen Lebensstil. Für andere ist Vegetarismus oder zumindest eine Verringerung des Fleischkonsums schon ein großer Schritt in ein bewussteres Leben.

2. Klima und Umwelt

Die Tierhaltung hat einen zerstörerischen Einfluss auf die Umwelt und das Klima. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ist die industrielle Tierhaltung für rund 15 % der von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Noch dazu verbraucht die Fleischproduktion enorme Landflächen. Es werden beispielsweise Teile des Regenwaldes abgeholzt, um Platz für Massenbetriebe und für Sojafelder zu schaffen. Dies ist auch in Bezug auf die Welternährung interessant: Man braucht im Schnitt circa sieben pflanzliche Kalorien, um eine Kalorie Fleisch zu produzieren. Es wäre wesentlich effektiver, wenn Getreide, Mais und Soja direkt von Menschen verzehrt würden. Eine rein pflanzliche Ernährung ist wesentlich besser für die Umwelt und das Klima: Laut einer Studie der Universität Oxford sparen Veganer im Jahr ganze zwei Tonnen Treibhausgase (ein Deutscher verbraucht im Schnitt 11 Tonnen Treibhausgase pro Jahr).


Diese Seite ist ein Teil unserer Empfehlungen für einen nachhaltigeren Konsum im südlichen Landkreis Karlsruhe. Dabei wollen wir verschiedene Bereiche abdecken: nachhaltige Mode, Verkehrsmittel, Bio-Läden sowie veganes und vegetarisches Essen. Diese Liste wird ständig aktualisiert. Sie ist keinesfalls vollständig und wir können selbstverständlich keine Garantie für die Nachhaltigkeit der hier aufgeführten Angebote übernehmen. Falls du eigene Empfehlungen oder Verbesserungsvorschläge für unsere Liste hast, kannst du uns gerne an kontakt[at]gj-kalasue.de eine Mail schreiben.


Vegan und vegetarisch einkaufen

Vegetarisch einkaufen bedeutet auf alle Produkte zu verzichten, für die ein Tier sterben musste. Das heißt vor allem: Fleisch, Fisch und Leder. Vegan einkaufen bedeutet, auf alle tierischen Produkte zu verzichten, also auch auf Milchprodukte, Eier, Honig, Wolle, Seide, und so weiter.

Hier wollen wir uns vor allem auf vegetarisches und veganes Essen konzentrieren. In den meisten Supermärkten ist es heutzutage glücklicherweise relativ einfach, vegetarische und vegane Lebensmittel zu finden. Dazu zählen natürlich auch sehr viele Grundnahrungsmittel wie Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Gemüse, Obst und Nüsse. Doch es gibt inzwischen auch viele „Ersatzprodukte“ wie Seitanschnitzel, Sojajogurt und vegane Würstchen. Besonders pflanzliche Milchalternativen erfreuen sich immer mehr Beliebtheit: dabei gibt es eine große Auswahl von Sojamilch über Hafer-, Dinkel-, Mandel- bis zu Haselnussmilch. Die meisten vegetarischen und veganen Ersatzprodukte gibt es in Bioläden, dort findet man zum Beispiel sogar vegane Mayonnaise oder milchfreien Käse. Doch auch Discounter und reguläre Supermarktketten haben ein immer größeres veganes Angebot.

Vegane und vegetarische Restaurants

Inzwischen ist es glücklicherweise auch immer einfacher, leckeres vegetarisches Essen in Restaurants zu bekommen. Von Käsespätzle über Pizza zu asiatischen Bratnudeln ist für Vegetarier in den meisten Restaurants unserer Region etwas dabei. Vorsicht nehmen sollte man nur bei Bratsoßen und Suppen, wo manchmal Fleischbrühen enthalten sind. Im Zweifel hilft es natürlich immer, beim Personal freundlich nachzufragen.

Etwas schwieriger sieht es da schon mit veganen Gerichten aus. Wer sich konsequent vegan ernähren möchte, aber von der Familie in den Biergarten geschleppt wird, kennt das Problem: neben grünem Salat mit Pommes ist die Auswahl oft stark begrenzt. Und dann ist im Salatdressing oft noch Jogurt enthalten. Wir haben hier eine Liste von Restaurants im südlichen Landkreis Karlsruhe zusammengestellt, wo Gäste mit Sicherheit etwas Veganes finden, was über einen einfachen Salat hinausgeht. Besonders erfolgreich ist man in der Regel bei italienischen und asiatischen Restaurants. Beim Italiener einfach eine Pizza ohne Käse und mit viel Gemüsebelag bestellen (und versprochen, Pizza schmeckt auch ohne Käse super!), im Sushi-Restaurant gibt es normalerweise Maki-Rollen mit Gemüse gefüllt und bei vielen asiatischen Restaurants gibt es außerdem leckere Currys mit Tofu. Außerdem können bei einigen Restaurants vegane Speisen vorbestellt werden.

Ettlingen

  • La Cubanita: Vegetarische Teller, Fajitas, Burger, Vorspeisen und Salate, die auf Wunsch vegan zubereitet werden. Badener Tor Straße 25.
  • Kouros: Man kann sich sein veganes oder vegetarisches Menü selbst zusammenstellen. Pforzheimer Straße 21.
  • Shalimar: Indisch-pakistanisches Restaurant mit verschiedenen veganen Linsengerichten und Currys. Leopoldstraße 28.
  • Eiscafé Pierod: Hier sind alle Fruchtsorten vegan. Kirchenplatz 5-7 und Thiebautstraße 1.
  • Eiscafé Tiziano: Die Fruchtsorten sind vegan, außerdem gibt es Kaffee und Milkshakes mit Sojamilch. Schlossplatz 6.
  • Kleine Kaffeeblüte: Vegane Kuchen, Frühstück, Smoothies, Cookies, Sojamilch und Hafermilch, sowie teilweise vegane Suppen und Mittagsgerichte. Kronenstraße 3.
  • Coffee Shop: Kaffee mit Sojamilch und manchmal vegane Brownies. Schillerstraße 8.
  • Pot Au Feu: Vegane Gemüsepfannne mit Farfalle. Klostergasse 8.
  • Schlotti Salatbar: Hier kann man sich seinen Salat selbst zusammenstellen, es gibt vegane Dressings, Smoothies und vegane Wochensalate. Marktpassage 5.
  • Göpi Biomarkt: Vegane Mittagsgerichte. Das Tagesangebot ist der Website zu entnehmen. Karlsruher Straße 12.

Malsch

  • Eiscafé Mocca: veganes Fruchteis. Adlerstraße 2.
  • Misao: vegane Currys. Sturmstraße 1. www.misao-malsch.business.site

Rheinstetten

  • Restaurant Schoko: Vegetarische und vegane Hauptgerichte und Desserts. Hauptstraße 53.